FAUL SEIN & SICH SPUEREN

Ich liebe Faulenzen. Und ich habe ein Kreuz. Kennen Sie das auch, das Kreuz mit dem Kreuz?

Einmal richtig faul sein: ein Genuß !

Als Inhaberin und Betreiberin eines Bewegungs-Studios bekenne ich hiermit: ja, ich habe während der Feiertage gefaulenzt. Und ich habe es genossen, jawohl ! Doch nach zwei Wochen ohne Gymnastik wird mein Rücken zunehmend steifer. Zwei Skitouren, einige Spaziergänge und ein Alpinskitag ändern daran nichts. Ich spüre das, weswegen meine Klienten zu mir kommen, schmerzhaft am eigenen Leib: das Kreuz. „So ein Kreuz“ ist nicht von ungefähr eine typisch österreichische Redewendung für eine Bürde, die  man auf dem Rücken tragen muß.

Begonnen hat „das Kreuz“ bei mir vor über zwei Jahrzehnten. Meine damalige Physiotherapeutin konstatierte, dass ich einen deformierten Lendenwirbel hätte*. Dass ich mich ab sofort klug bewegen müsste. Sie hat mir dann sogar gezeigt, wie ich künftig staubsaugen sollte. Als hätte ich in meinen wilden Zwanzigern einen Staubsauger in Händen gehalten.

*Damals stellte man auch ein Hohlkreuz fest. Heute weiß ich, dass die Form der Wirbelsäule nicht zwingend die Schmerzen auslöst. Aber das ist eine ganz andere Geschichte. 

Wahre Freiheit: schmerzfrei sein

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Die Jahrzehnte zogen ins Land, in denen ich zwar eifrig schifahren, schwimmen und segeln gegangen bin, mir aber bei all diesen sicherlich sportlichen Aktivitäten nicht bewusst gewesen ist, dass auch Gymnastik ein regelmäßiger Teil meines Lebens bleiben sollte und dass es beileibe nicht genügt, einen 10-maligen Kurs pro halbem Jahr zu absolvieren. Bis das Leben mich durch einige private Schicksalsschläge buchstäblich in die Knie zwang und ich plötzlich gar nicht mehr schmerzfrei durch den Tag gehen konnte, von der Nacht ganz zu schweigen. Da erst, als mein Körper „Hilfe“ schrie, gingen mir die Augen auf: wie wunderbar ist doch ein schmerzfreies Leben. Pilates beendete nicht nur meine Dauerschmerzen, sondern verbesserte mein Dasein rundum.

Das Kreuz mit dem Kreuz

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Jetzt, da ich hier sitze, während der Weihnachtsfeiertage, mit steifem Rücken, denke ich wieder an diese zwei Schlüsselerlebnisse – meine erste Physiotherapie mit zwanzig und das Leben mit Dauerschmerzen mit vierzig Jahren. Ich konnte mich selber heilen – durch Pilates. Das ist der Grund, warum ich heute allen helfen kann, die zu mir kommen, um sie erleben zu lassen, wie sie sich selbst befreien und ein wunderbares Leben führen können. Mir wird wieder klar, wie viel unser Körper verträgt, wie viel wir ihm zumuten – wie lange er das geduldig mitmacht.

Gesunder Körper - leicht gemacht

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Ein gesunder Körper macht nicht so viel Mühe, wie man gemeinhin annimmt. Wir müssen uns nicht täglich in der Muckibude schinden. Zweimal die Woche sauber ausgeführte Gymnastik, einmal rausgehen in die frische Luft und sich dort einfach so bewegen, wie es einem Spaß macht, genügen bereits für ein gesundes Leben. Zwei Faktoren führen bei der Gymnastik zum Erfolg: wie und wie oft wir die Bewegung ausführen. Wer zusätzlich etwas gegen das Altern tun möchte, tut gut daran, auch die Faszien clever zu trainieren und sich ab und zu richtig auszupowern. Ich sage in meinen Gruppenstunden und Einzelcoachings dazu „an unsere Grenzen anklopfen“.

Ich liebe Faulenzen

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Ich liebe Faulenzen. Nun besitze ich aber weder Wohnzimmer, Fernseher noch Sofa. Umso schöner ist es, in den Ferien diesem Luxus zu frönen und auf dem Interims-Sofa (einem Klappbett) auf meinem Laptop haufenweise Filme anzuschauen und  mir dabei alle Süßigkeiten zu gönnen, die ich das ganze Jahr lieber meide. Und ja, lieber Körper, ich weiß, was ich Dir damit antue. Aber da ich auch weiß, wie geduldig Du bist, hoffe ich auf Deinen Langmut. Nur noch bis morgen. Versprochen.

Lass mich noch ein wenig faul sein, lieber Körper. Danke, dass Du mich durch „das Kreuz“ an Dich erinnerst. Ab morgen werde ich dann gerne wieder das Sofa mit der Pilates-Matte vertauschen,

verspricht hoch und heilig

Leo alias die „Fascianista“

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